1950

Der guten Zusammenarbeit seitens der Vorstandschaft und den Mitgliedern war es zu verdanken, dass trotz schlechter Zeiten der Verein zum 50-jährigen ein großes Trachtenfest mit Fahnenweihe feiern konnte. Die Festleitung lag in den Händen von Hans Götz, der zahlreiche Ehrengäste, u.a. den Vizepräsidenten des Bayer. Landtages Kübler, die Bürgermeister Mühlböck und Fritzer, den 2. Gauvorstand aus Österreich Dr. Castelpietra und 1. Gauvorstand des Gauverbandes I Dr. Adlmaier begrüßen konnte. Julie Lehmhofer war Fahnenmutter und Kathi Plenk, spätere Schleicherbäuerin von Bayerisch Gmain Fahnenbraut. Als Patenverein stellten sich die "Alt-Reichenhaller" zur Verfügung. Den Festgottesdienst auf dem Rathausplatz mit kirchlicher Weihe der neuen Fahne, zelebrierte Stadtpfarrer Dekan Kuhn. Festprediger Herr Religionsprofessor Schmöger gab den Trachtlern folgende Worte mit auf den Weg: "So mögen Euere Trachten, die Fahnen und Standarten immer wieder an eines erinnern – Ihr müßt innen so sauber sein wie ihr außen seid. Der Mensch schaut aufs Gesicht, Gott aber ins Herz!"

In der Ausgabe vom 14. August berichtete der Südost Kurier unter anderem:

"Es war ein malerisches Bild, festlich und würdig des großen Ereignisses, als die Spitze des langen Trachtenzuges, von der Ludwigstraße her kommend, unter den Klängen der vielen Trachtenkapellen zum Rathausplatz einbog. Etwa 1600 Trachtler erwiesen dem Jubelverein die Ehre, jede Abordnung mit ihrer stolzen Fahne und in den schönen heimatlichen Trachten, ein festlich-bunter Anblick, wie man ihn wirklich nicht alle Tage zu sehen bekommt, und zugleich ein eindruckvolles Bekenntnis der Heimatliebe und Heimattreue."


Fahnenmutter Julie Lehmhofer mit
Fahnenbraut Katharina Plenk und
Fähnrich Hans Heigenhauser.



1957

Bei der Frühjahrsgebietsversammlung beschlossen die "Alt-Reichenhaller", die "Kranzlstoaner" aus Karlstein, die "Lattenberger" aus Bayerisch Gmain, die "Staufenecker" aus Piding und die "Saalachthaler" nach langjähriger Unterbrechung abwechselnd einen Hoagarten abzuhalten und somit in geselliger Kameradschaft die gut nachbarlichen Beziehungen zu pflegen. Am 07. Dezember waren die "Saalachthaler" im Gasthof Bürgerbräu die ersten Gastgeber. Zum Abschluß des gelungen Hoagarten wurde von den Buam der Vereine gemeinsam der Gauschlag geplattelt. "Zünfti war's, wenn a no net ganz so wia früha, aber dös bring' ma de Junga scho no bei", war das Fazit eines älteren Trachtlers.
Dem Hoagarten schlossen sich auch die "Grenzler" Marzoll an und so ist der "Sechs-Vereine-Hoagascht" ein fester Bestandteil des Trachtenjahres.

Fotos: Saalachthaler Bad Reichenhall

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 17.10.2017