Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah – nach diesem Motto haben wir unseren diesjährigen Vereinsausflug geplant. Unsere Idee, mit all unseren lieben Vereinsmitgliedern einen Tag auf dem Predigtstuhl zu verbringen, wurde anfangs leider nicht so begeistert angenommen. Trotzdem blieb die erweiterte Vorstandschaft bei ihrer Entscheidung, und siehe – an der Talstation fanden sich bei noch unklarer Wetterlage pünktlich 36 Personen (fast ein jeder im „almerischen Gwand) ein, um einem unvergesslichen Tag entgegenzuschweben./span>

Zur Freude aller hatten unsere Vereinsmusiker „an Haufen“ Instrumente bei sich.

Der Betreiber der Berggastronomie hatte ein Herz für uns und stellte zum Transport der Musikinstrumente einen kleinen Elektrowagen nebst Fahrer für uns ab. Gitarre, Harfe, Ziach und Zither standen so auch gleich zur Bearbeitung durch ihre „Beherrscher“ zur Verfügung.

Auf dem Berg angekommen, ging jeder gleich unserem ersten Ziel, der „Schlegelalm“ entgegen. Leider blies ein eisiger  Wind, der uns einen Aufenthalt im Freien nicht ermöglichte. Einige machten noch einen kleinen Abstecher auf den Hochschlegel.

In der gemütlichen Hütte fand jeder gleich ein schönes Platzerl und -es war ja noch früh am Morgen- die erste Getränkerunde bestand überwiegend aus Kaffee. Einen arbeitsreichen Tag hatte „unsere Musi“ vor sich. Neun unserer Vereinsmitglieder  haben unermüdlich schmissige Stückerl für uns gespielt. Diesen Ohrenschmaus hätte man sicher schon als Hoagart verkaufen können. Sogar Mattthias Fellner hat sich an diesem Tag hinreißen lassen, uns Kostproben seines Könnens auf der Zither zu präsentieren.

Natürlich war gleich Bombenstimmung in der Hütte und zu den Weißwürsten schmeckte auch schon das erste Bier (oder Wein, oder so). Unsere aktiven Buam

(die meisten im Alter zwischen 30 und 45) haben sich sogar zum Plattln hinreißen lassen. Da ham´s gschaut, die für die Küche und Bewirtung der Alm zuständig sind, aber natürlich auch andere Bergbesucher.

Leider hatten wir ein straffes Programm –wir waren im Berghotel zum Mittagessen angemeldet- deshalb musste der Spaß ein Ende haben. Nachdem die meisten Ausflugsteilnehmer sich schon Richtung Hotel auf den Weg gemacht hatten und die Instrumente wieder auf den Wagen verladen waren -komischerweise hatten sie jetzt nicht mehr alle Platz-,haben Willy und Hubert unter der Führung von Stefan mit einem Musizug den Rest der Gesellschaft zum Hotel zurückgeführt, was zu einigem Erstaunen bei entgegenkommenden Wanderern führte.  

Das Hotelpersonal hatte für uns auf der Sonnenterrasse, mittlerweile war herrlicher Sonnenschein und man konnte den Blick ins Tal und auf die umliegende Bergwelt genießen (hinter der Verglasung schwitzen), gedeckt. Das Essen wurde flott serviert, durch die Wärme war eine unbedingte Flüssigkeitszufuhr unumgänglich.

Nachdem auch unsere Musiker wieder zu Kräften gekommen waren, spielten sie wieder fleißig auf. Es wurde ein unvergesslicher Nachmittag mit guter Unterhaltung und jeder Menge Spaß (Gaby hat eine Reservierung für 1900 Saalachthaler vorgenommen, Hubert hat mit seinem „neuen Freund“ Kontaktgespräche für Auftritte unserer Kindergruppe geführt usw.) Nach und nach haben sich unsere Leutchen auf den Heimweg gemacht. Glücklicherweise war das Servicepersonal nicht so ganz auf Zack, sonst hätt´ am End noch jemand an Rausch „zambracht“.

 Wir erreichten zum Glück die letzte Seilbahn Richtung Tal noch rechtzeitig. Über den Ausgang des Abends hüllen wir uns in Schweigen, da dazu sehr unterschiedliche, teils mystische Angaben gemacht wurden.

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 14.09.2017