Dieses Jahr stand wieder ein 2-Tages-Ausflug auf unserem Programm.

Nach anfänglich zögerlicher Anmeldung kamen wir dann auf die erfreuliche Zahl von 49 Teilnehmern (mit Busfahrer 50), die sich für die weite Busreise zum Neusiedler See entschieden hatten. Pünktlich um 7.00 Uhr hat uns unser Busfahrer Helmut (des bewährten Busunternehmens Schwaiger, Bischofswiesen) am Salinen-Parkplatz abgeholt und noch einige auf dem Weg zur Autobahn aufgesammelt. Damit wir, unserer Planung entsprechend, bereits zum Mittagessen Illmitz erreichen würden, haben wir auf lange Pausen während der Fahrt verzichtet und bei der Autobahnraststätte Ybbs unsere mitgebrachte Brotzeit vernichtet. Frisch gestärkt mit „Knackern“ (keinen alten), frischen Brezen und entsprechenden Getränken brausten wir unserem Ziel entgegen.

Wie geplant, konnten wir uns um die Mittagszeit an der schönen Gegend des Burgenlandes erfreuen und einen ersten Blick auf den See werfen. Entlang des Ufers sind wir durch größtenteils schon abgelesene Weinberge gegen 13.30 Uhr beim „Rosenhof“ eingetroffen. Die Auswahl unserer Speisen konnten wir bereits im Bus treffen und telefonisch vorbestellen, so wurden wir dort schnell und gut bedient. Jeder war mit der Wahl des Lokals und seinem Essens zufrieden. Zu unserer Unterhaltung spielten während des Essens zwei waschechte Zigeuner

ungarische Weisen und bekannte Lieder und es war sehr amüsant, die beiden bei ihrer Arbeit zu beobachten.  

Unser straff zusammengestelltes Programm ließ jedoch ein zu langes Verweilen nicht zu, da bereits ein Schiff für eine Rundfahrt auf dem See für uns reserviert war. Dank der doch ganz angenehmen Temperaturen –zwar keine Sonne, etwas windig aber trocken-  haben die meisten Mitreisenden die ca. 1-stündige Fahrt nach Mörbisch (Seebühne) und Richtung Ungarn an Deck durchgehalten und konnten den Ausblick auf die für uns doch ungewohnte Landschaft genießen.

 Nachdem wir wieder festen (höchstenfalls leicht schwankenden) Boden unter den Füssen hatten (an Deck gab es natürlich auch Getränke), ging es mit dem Bus weiter nach „Wallern“, wo in der Pension „Gartner“ unsere Quartiere reserviert waren. Dort konnte jeder bis 18.30 Uhr

(einige sogar noch länger, aber man wartet ja gern ein Weilchen) die Zeit für eine kleine Pause nach eigenem Geschmack nutzen.

Nachdem dann endlich alle den Bus gefunden hatten, ging´s in die nächste Ortschaft  „St. Andrä“, wo im Weingut „Zieniel“ eine Führung in der Weinkellerei anstand. Von Familie Zieniel freundlichst empfangen, waren wir von der Größe und Ausstattung dieses Hauses sehr angenehm überrascht. Herr Zieniel informierte uns ausführlich über die notwendigen Vorarbeiten zur Herstellung von Weinen. Seine Ausführungen und die hochprozentigen Gerüche in den Weinkellern waren eine gute Vorbereitung für die im Anschluss stattfindende „Verkostung“. In einem wunderschön angelegten Kellergewölbe erwarteten uns bereits bis zum Biegen gedeckte Tische mit Köstlichkeiten dieser Gegend. Die ganze Familie Zieniel stand parat, um unsere Wünsche zu erfüllen. Begleitet wurde das Essen von ausgesuchten Weinen von „trocken bis lieblich in weiß und rot“.

Zur Vollkommenheit des Abends trugen dann Martin Fellner und Hubert Weber bei, die natürlich ihre „Ziach“ nicht vergessen hatten.

zu Ehren und auf Wusch unserer Gastgeber ließen sich auch noch „Plattler“ finden –trotz vorgerückter Stunde, dem anstrengenden Tag und der Einnahme einiger „Prozente“ war die Darbietung noch sehr

gekonnt. Es wurde richtig lustig im Gemäuer und einige wagten sogar schon ein Tänzchen, als unser Busfahrer dem Vergnügen ein jähes Ende bereitete. Dies war jedoch keine Bosheit von ihm sondern es ging um die Einhaltung der vorgeschriebenen Ruhepausen. Nachdem alle zögerlich ihren Sitz im Bus wieder mehr oder weniger wohlbehalten erklommen hatten, ging´s zurück nach „Wallern“.   

Im Hotel war die Bar leider schon geschlossen, der überaus gesellige Abend konnte jedoch in einem zwar nicht gemütlichen, aber wenigstens mit Getränken ausgestatteten Aufenthaltsraum –beim Austausch von mehr oder weniger jugendfreien Witzen- ausklingen. Selbst unsere „Donisls“ fanden den Weg zur wohlverdienten Nachtruhe.

Zum reichhaltigen Frühstück fanden sich alle wieder unversehrt und frisch ein. Bereits auf dem Weg Richtung Heimat brachte uns unser ausgeruhter Busfahrer nach „Mönchhof“, wo noch die Besichtigung des „Dorfmuseums“ auf dem Programm stand. In liebevoller Kleinstarbeit wurden dort von Familie Haubenwallner alle zu einem kleinen Dorf gehörigen wichtigen Gebäude nebst Inhalt aufgebaut. Viele von uns fanden dort Erinnerungen an ihre eigene Jugend oder Arbeit wieder.

Um 12.00 Uhr setzten wir unsere Heimreise fort. In „Purbach“ machten wir noch Mittagspause, zu der sich allerdings unsere Wege trennen mussten, da die Bewirtung einer so großen Gruppe ohne Vorreservierung in keinem Lokal möglich war.  Kleine Grüppchen konnten so je nach Laune und Geschmack selbst ein Lokal wählen.

Entsprechend gestärkt trafen wir uns wieder und dann ging´s bei schönstem Sonnenschein unaufhaltsam Richtung Bad Reichenhall.

 Bei seiner Abschlussrede im Bus bemerkte unser 2. Vorstand –Franz Mitterer – (der 1. Vorstand Hermann Fellner hatte es bevorzugt, an diesem Wochenende zu arbeiten) sehr passend: „erzählt´s daheim vom Ausflug nicht zuviel, sonst woll´n nächstes Mal noch mehr mitfahren“.

Hoffentlich hab ich jetzt nicht zuviel verraten, denn liebe „Saalachthaler“, einen zweiten Bus können wir uns wirklich nicht leisten.

Sicher wird dieser Ausflug allen in guter Erinnerung bleiben.

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 14.09.2017